Zum 37. Mal im schönen Ungarnland. Eine reichliche Woche, nur in Budapest, dass war noch nicht da. Meine Frau und ich, wir werden es auch in Zukunft wieder so halten wie eh und je. Drei bis vier Tage Budapest und drei bis vier Tage eine andere Gegend Ungarns genießen, dass war für uns immer optimal. Wir bezogen diesmal zwei Ferienwohnungen im Herzen von Budapest in der Varoshaz ut, gegenüber dem berühmten Kaffee GERLOZSY, welches mir gar nicht so gefiel wie es mir angekündigt war. Um die Ecke, egal ob rechts oder links viel man gleich in eine Metro, eine Ecke weiter die Vaci ut und die Donau - was konnte man sich schöneres wünschen. Ein Hotel, drei Metrostationen vom dem Zentrum entfernt, an einem Park gelegen, werde ich mir aber in Zukunft wieder vorziehen.
Die Jugend möchte nicht so oft "die Koffer" aus und einpacken. Ich frage mich was die einzupacken hat in dieser kleinen Tasche als Reisegepäck? Dazu suche ich mir lieber wieder eine Zeit aus, in der man mindestens an einen Abend die Oper besuchen kann, Ein Orgel- oder Klavierkonzert darf in der Regel nicht fehlen, selbst wenn ein Schüler sein Bestes gibt, oder ein Profi nicht das Allerbeste -, egal, einmal sollte man in einer der vielen schönen Kirchen ein Orgelkonzert genießen. Eine Folklore darf es sein, die obligatorische alte Markthalle, ein oder auch mehrere Male in eines der sehr schönen, vor allem wohltuenden Heilbäder, in welchen ich doch recht viele Jugendliche bemerkte, die unsere Gewohnheiten haben, und die Spaziergänge in Donaunähe - das alles sind bei uns alte, liebe Gewohnheit, und die haben wir diesmal etwas abgeändert.
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Es waren herrliche Tage in Budapest. Die Donau gab die Farbe des Himmels wieder, und die war tief blau, wie unser Freund an anderer Stelle sagte, "der Maler hatte gerade viel blaue Farbe übrig".
Natürlich führte der erste Weg in die Markthalle und dort genossen wir unseren ersten ungarischen "KAVE", "erös, de jo" - stark, aber gut, so muss er sein und unter dem Dach der alten Markhalle gibt es einen Kiosk den uns eine alte Freundin aus Budapest empfohlen hatte und dort schmeckt er immer noch am Besten. Natürlich wird so nebenbei für die kommenden Tage Liebgewordenes eingekauft. Am Abend ist man müde, denn es waren 688 Km vom Erzgebirge bis ins Herz von Ungarn. Die Jugend half uns als Fahrer und so war diese Strecke eine reine Freude und wurde genau in 7 Stunden reine Fahrzeit bewältigt. Aber trotz der sich einstellenden Müdigkeit zieht es uns an die Donau. Dem Mond fehlt noch eine Kleinigkeit bis es sich voll aufgeblasen hat, es ist windstill und so schön warm. Das Lichtermeer verzaubert sogar die Jugend, aber es muss geschieden werden, zurück entlang der Vaci ut und - es lockt das Bett, mit dem wir durchaus zufrieden waren.
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So ein zauberhaftes Wetter, da muss die berühmteste Höhle Europas in Budapest hinten anstehen und wir genießen eine Fahrt mit der Pioniereisenbahn über die Budaer Berge. Mit der Zahnradbahn ging es hinauf zum Szechenyiberg. Dort geben sich die Pioniere recht viel Mühe mit Ihrer Bahn. Die Strecke führt am Janos Beg mit seinen 527m vornüber, den man unbedingt wieder einmal besteigen muss; dort hatte ich meinen ersten Fasanen genossen. Weiter führt die Strecke um den Kis-Hers-Berg herum zum Hüvospark. Eine gute Stunde dauert die Fahrt über die Berge und durch die Wälder. Ein Picknick darf es anschließend sein und im Kaffee "Rembrandt" kommen noch ein Eis und ein "Kave" dazu. Mit dem Bus geht es schnell zurück zum Moskvaplatz (den man nicht einmal umbenannt hat), und nun bleibt viel Zeit zum bummeln und sogar zu einer Siesta. Am Abend schlendern wir nur einige Straßen weiter in den "Arny Pince" einem Weinkeller, den ich empfehlen kann. Ausgezeichnete und ausgefallene Speisen kitzeln unseren Gaumen.
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Heute entschließen wir uns der Künstlerstadt Szendentre einen Besuch abzustatten. Mit der Vorortbahn HEV - ab einem Alter von 65 Jahre sind alle Verkehrsmittel kostenlos zu benutzen - gelangen wir nach Szendentre. Viele Kirchen und alte Gassen sind recht beeindruckend. Künstler bieten ihr Werke an, und die Touristen - strömen. Wir finden ein abgelegenes altes Kaffee und genießen in der Stille nicht nur den guten Kaffee.
Für die Rückfahrt nehmen wir ein Donauschiff und machen eine herrliche Fahrt auf der Donau. In Budapest bleibt noch Zeit zum bummeln ehe wir am Abend auf der Terrasse des Hotels ATRIUM direkt an der Belgrader Promenade eine gute Flasche Wein genießen. Fast Vollmond - und die Lichter der Brücken der Lichter der Burg mit all seinen Anlagen leuchten über die Donau zu uns herüber. Ich wünsche mir, die Zeit möge ein wenig stehen bleiben.
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Heute am Freitag sind die Bäder noch nicht so überlaufen und wir genießen die unvergleichlichen Vorzüge des Szechenyibades hinter dem Stadtwäldchen gegenüber dem Zoo, dem Zirkus, der seine Pforten noch geschlossen hat, und dem Lunapark.
Am späten Nachmittag machen wir einen Abstecher in den Süden von Budapest.
Dort befindet sich der Palast der Künste an der Lagymanyosi Brücke, "Müveszetek Palotaja". Ein modernes, schönes Haus. Gestern wurde eine anspruchsvolle Veranstaltung gegeben, leider viel heute eine Veranstaltung aus. Eingebunden das Museum "Zeitgenössischer Kunst", das Ludwig Museum. Nicht weit entfernt befindet sich das berühmte Nationaltheater im Bajor Gizi Park.
Auf dem Deck des Donauschiffes "Columbus" speisen wir am Abend recht angenehm. Dabei sind wir in ein unvergleichliches Lichtermeer eingetaucht.
Bis 22 Uhr flanieren wir auf dem "Dunakorzo" und sehen nun in den voll aufgeblasenen Mond, auf die unvergleichliche Donau, auf ihre Brücken und auf das nicht endende Lichtermeer - und eine wonnigliche Wärme umströmt uns.
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Heute am Sonnabend strahlt wieder die Sonne, aber wir ziehen doch eine Jacke über. Unser Ziel ist der Burgberg. Wir besteigen ihn zu Fuß und reihen uns in die zahlreichen fernöstlichen Touristen ein. Vorbei an der Fischerbastei und der eingerüsteten Matthiaskirche ziehen wir uns in Richtung Burg zurück. Der Touristenstrom nimmt ab und Budapest liegt uns zu allen Seiten zu Füßen. Wir haben uns vorgenommen die National Gallery zu besichtigen. Ich hatte mich sogar etwas darauf vorbereitet, denn in meiner Jugend war noch nicht so viel Zeit vorhanden, um sich mit Kunst zu beschäftigen. Fast wäre der Besuch noch ins Wasser gefallen, denn die Ordnungskräfte bevorzugten die Besucher des Weinfestes, welches im Burggelände mit vielen Ständen aufwartete, und verwährten den Zugang zur National Gallery. Über Umwege und mit Zusatzbillets gelang unser Vorhaben noch recht gut. Dabei fanden wir den Weinkiosk unserer Freunde vom Weingut "NEMET" aus der Nähe von Keszthely. Das war aber heute nun mal nicht unser Ziel.
Das Museum empfanden wir recht ansprechend. Man sollte unbedingt den Aufstieg auf die Kuppel der Burg nicht scheuen. Der Blick über die Stadt Budapest hinweg ist wirklich ungewohnt und sehr schön. Meine Frau entdeckt im Museum ein Bild, welches Sie zu einer neuen Tapete inspirierte.
Zum Mittagessen fahren wir mit der M1, der ältesten Metro, zur Musikakademie F. Liszt. Daneben finden wir den "Studentenkeller" CACTUS JUICE Co.", welcher wirklich zu empfehlen ist. Der Kesselgulasch und ein kühles Bier mundeten gut. Eine angenehme, urische Atmosphäre umgibt uns.
16:00 Uhr finden wir uns im Kaffeehaus GERLOCZY ein, wo wir aber nicht zufrieden waren.
Am späten Nachmittag besteigen wir den Gellertberg mit seiner Zitadelle, welche aber mit Touristen überlaufen ist. Wir flüchten, und genießen am Abend die Vorzüge des Kaffeehauses GERBEAUD am Vörosmartiplatz an der Endstelle der alten Metro im Stadtzentrum. Es gefällt uns so gut, dass wir uns den Luxus in den folgenden Tagen noch öfter leisten.
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Es ist Sonntag. Nach dem Gottesdienst in der St. Stephan Basilika schlendern wir durch Budapest, gönnen uns eine Siesta und genehmigen uns am Nachmittag etwas Gutes im Kaffeehaus GERBEAUD, ehe wir am Abend die 4 Metrohaltestellen bis zum Nepliget hinausfahren. Wir genießen in der Kalocsai Paprika Csarda das gute, feurige und sehr reichliche Essen und die zünftige feurige Folklore mit allen Sinnen.
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Heute am Montag ist einkaufen in der alten Markhalle angesagt. Es regnet und es ist kühl geworden. In der Markthalle spürt man davon wenig. Die Atmosphäre nimmt uns gefangen und mit Salami, Paprika, Honig, Käse und Gewürzen, wirklich schwer beladen, geht es zurück. Den Wein müssen wir später kaufen, denn wir haben jetzt viel zu tragen.
Leider ist nun am Nachmittag "einpacken" angesagt. Bei uns ist dieser ungeliebte Vorgang in zwei Stunden erledigt. Bei der Jugend geht das natürlich viel schneller, sie haben dafür mehr Zeit zur Selenpflege. Am Abend ein letztes Mal zum Abendessen in den Weinkeller "Arny Pince" und anschließend zum Abschied ein Trunk im Kaffee "GERBEAUD". Noch ein Bummel an der Donau; dabei "weint" sogar der Himmel beim Abschiednehmen.
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Unsere liebe Maria hatte in den vergangen Tagen recht gut für das leibliche Wohl gesorgt.
Früh wird das Auto aus dem Parkhaus geholt und die Heimreise beginnt erst nach 8 Uhr, aber recht zügig. Ein wenig Stau und Langsamfahrt um Prag müssen wir ertragen. Wir sind nach einer reinen Fahrzeit von 7 Stunden und 10 Minuten wieder im Erzgebirge. Verwundert sehe ich auf meiner Anzeige im Auto, als ich den Erzgebirgskamm bei Reitzenhain überquere, die Warnung "Glatteisgefahr". Das hatte ich nicht erwartet. Eine wonnigliche Zeit in Ungarn liegt hinter uns. Jetzt empfängt uns der raue Wetteralltag im Gebirge.
Unserer "Alten Liebe" Ungarn werden wir, so Gott will, in Zukunft weiter treu bleiben.
R. Ludwig 9/2008
Ein oft gemiedenes Kleinod - die Hortobagy im Osten Ungarns.
(Fahr wieder einmal hin!)
Das Kleinod ist eine Puszta, eine Salzsteppe, zwischen dem Fluss Theiß, ungarisch Tisza, genauer dessen Mittellauf bei Tiszafüred, und der Universitäts- und Blumenstadt Debrecen, an der Grenze zu Rumänien. Besser ausgedrückt liegt die Hortbagy zwischen der Theiß und dem Hajdúságer Lössrücken.
Durch sie hindurch windet sich das Flüsschen Hortobagy, welches weit im Norden ihr Wasser über die Keleti-föcsatorna aus der Tisza bezieht, und ihr Wasser im Süden über die Körös der Tisza wieder zurückgibt. Im Zentrum wird das Flüsschen durch die längste Steinbrücke Ungarns, der Neun-Bogen-Brücke überspannt.
Das 2300 qkm große Gebiet wartet mit einer besonderen Pflanzen- und Tierwelt und einer sehr reichen Vogelwelt auf. Die Hortobagy liegt auf der Strecke des großen Nord-Süd-Vogelzuges. Hier finden die Zugvögel ideale Wasser- und Grasgebiete vor.
Neben den traditionellen Vögeln und Zugvögeln sollen hier nur einige besondere Vögel genannt werden:
Schwarzstorch - (Cinonina nigra), Kiebitz - (Vanellus vanellus), Beutelmeise, Seeadler - (Haliaeetus albicilla), Rotfuchsfalke - (Falco vespertinus), Grosstrappe - (Otis tarda), Kurzzehenlerche - (Calandrella brachydactyla hungarica), Seggenrohrsänger - (Acrocephalus paludicola), Stockente - (Anas platyrhynchos), Blässganz - Anser albifrons), Purpurreiher - (Ardea purpurea), Löffler - (Platalea leucorodia), Nachtreiher - (Nycticorax nycticorax).
Von den Landtieren möchte ich nennen:
Nonius Pferd - (Nunius Horse), Ungarisches Steppenrind - (Hungarian grey cattle) das großhörnige Graurind, Langhörniges Zackelschaf - (Hu garian "ravka" sheep), Komoder Hund, Puli Hund, Ziesel - (Citellus citellus), Wildschwein - (Sus scrofa), Fischotter - (Lutra lutra), Wollschwein und Wasserbüffel; nicht zu vergessen die Wasserschildkröten.
In der Pflanzenwelt stechen heraus:
Der dichte Riedgrund im flachen Wasser, Eiche - (Quercus robur), Tatarischer Ahorn - (Aver tataricum), Kamille - (Matricaria chamomilla), Widerstoss - (Limonium gmelini) - wir sagen Salzgras dazu, Kampferkraut - (Campharosma annua), Strandaster - (Aster tripolium ssp. Pannonicus), Beifuß - (Artemisia maritima), Seekanne - (Nymphoides peltata), Seerose - (Nymphaea alba), Wassernuss - (Trapa natans).
Unübertroffen ist der Fischreichtum. Die angebotenen Fischsuppen sollen die besten weit und breit sein.
Dazwischen findet man die Hirtenhütten aus Ried. Sie sehen aus wie ein umgedrehtes Stielglas ohne Standfuß. Die unverwechselbaren Ziehbrunnen sind weithin sichtbar. Punkte in dieser Steppe sind hier und da eine vereinzelte Tscharda. Im Zentrum seit 1699 die Hortobágyer Tscharda, weiter östlich die 1843 erbaute Kadarcer Tscharda - heute im besten Zustand aber leer stehend, da weniger Touristen kommen, und das will ich noch besonders ansprechen.
Wenn man in der Unendlichkeit dieser Steppe steht, Grillen und Frösche in einem fortwährenden Sängerstreit liegen und die vielen Störche es nicht schaffen die Geräuschkulisse zu dämpfen, erscheint ab und zu eine Fatahmorgana.
Kutschfahrten mit und ohne Vorführungen werden genügend angeboten. Eine Bootsfahrt auf der Hortobagy ist ein Genuss, ein Highlight. Ein Tipp! Der Chef vom Puszta Camping, Sandor, hilft da gern weiter; und seine Empfehlung für eine versteckte Heilquelle sollte man ernst nehmen.
Die Heiducken, die früher aus arbeitslos gewordenen Viehtreibern hervorgingen, bildeten Freischaren. Anfang des 17. Jahrhunderts wurden sie fest angesiedelt. Sie prägten lange Zeit diese Gegend. Der Heiduckenbezirk mit einer selbständigen Verwaltung wurde erst 1876 aufgelöst.
Die Herdentreiber zu Pferd, die Tschikosche, sind "unauffällig" mit oder ohne Kostüm überall bei ihrer Arbeit anzutreffen. Ein fleißiges Völkchen. Sie haben noch etwas von den Menschen der ursprünglichen Puszta an sich. Ein bisschen von ihrer ehemaligen Romantik, von ihren Besonderheiten hat die Puszta immer noch vorzuzeigen. Wenn man genau hinhören und hinsehen will kann man am Lagerfeuer immer noch merkwürdigen Geschichten lauschen. Zur Puszta gehören die Hirten, die ihre Schafherden zu Fuß oder auf Maultieren sitzend hüten, und schließlich auch die Rinderhirten, deren Obhut die starken, ungebärdigen Gabelhorntiere anvertraut waren. Eine eigene Romantik. Die Hirten formten und formen einen typischen Zweig der Volkstracht und Volkskunst. Auch die "Betyáren" der Puszta prägten diese von eigenem Zauber erfüllte Atmosphäre. Ein wenig kann man in den heutigen Vorführungen erkennen. Wie schon gesagt, man muss genau hinsehen und hinhören.
Das heutige Bild der Puszta entwickelte sich in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Vorher war dort fruchtbares Schwemmland. Die Menschen machten eine Salzsteppe daraus. Das ist aber hier nicht das Thema. 1973 wurden 690 qkm der Puszta zum ersten ungarischen Nationalpark erklärt.
Man versucht in Ansätzen diese Romantik wieder zu beleben. Ein Beispiel gab "BB", Bistey Béla Zsolt, dessen Familie in Balmazújváros lebte. In der Kis-Hortobagy versuchte er diese Pusztaromantik zum pflegen und für die Welt zu erhalten indem er dieses romantische Leben in Musik und Bildern festhalten wollte. Heute am 3. September 2005 war diese Tscharda auch geschlossen.
Nur an wenigen Tagen im Jahr kommen noch genügend Besucher. Das ist am 20. August, da wird auf der Neun-Bogen-Brücke der Brückenmarkt abgehalten. In der ersten Juliwoche werden in Mata internationale Reittage durchgeführt und auch am 20. August wird in Debrecen der farbenprächtige Blumenkarneval gefeiert. Eigentlich sind da noch die vielen schönen Heilbäder, aber trotzdem geht die Zahl der Besucher drastisch zurück, seit -
ja seit einiger Zeit. Einen wesentlichen Anteil hat die Katastrophe vor einigen Jahren, als die Theiß durch einen Dammbruch in einem rumänischen Goldbergwerk vergiftet wurde. Davon wurde sehr ausführlich berichtet. Als ein Ergebnis ist die Furcht vor der Puszta so groß geworden, dass auch heute viele Menschen dieses Kleinod in Ungarn meiden. Natürlich gibt es auch noch Fehler im Management, aber die könnten schnell durch Fachleute beseitigt werden. Das geschaffene Image der vergifteten Puszta wird noch sehr lang nachwirken. Schade für die Menschheit und die wenigen Bewohner der Puszta.
Ich empfehle: "Fahr hin!"
Dank an dieser Stelle Frau Maria Bak, die mir mit Rat und Tat half, vor allem mit ihrer guten deutschen Aussprache, ihrer Liebenswürdigkeit, sowie ihren Kenntnissen und ihrer Hilfsbereitschaft. Sie ist in der Information ("tourinform") im Ort Hortobagy anzutreffen - aber ich mach ja keine Werbung! oder doch?
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