Gipfelstürmer:



Burg Sommeregg
Hortobagy







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E-Mail: ludwig.eppendorf@freenet.de

Letzte Änderung am 3.7.2011

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Burg Sommeregg


"Burg Sommeregg" in Österreich am Millstätter See.
Die Chronik beginnt 1080 und heute ist die Familie Riegler Burgherr. Die Burg liegt 3,2 km nördlich von Seeboden an der Schloßau 7, www.sommeregg.at; burg@sommeregg.at; Tel.:004394762-81391.
Ritterspiele und Mittelaltermarkt (Eintritt frei) im August, das Burgrestaurant bietet für jeden Anlass den richtigen Rahmen, und Ritteressen in jeder Schattierung - hier taucht man ein ins Mittelalter. Ein Ambiente der ganz besonderen Art. Nebenbei kann man einen Einblick in die Geschichte der Folter machen in zumutbaren Darstellungen und trotzdem in Lebensgröße.
Von April bis Oktober, und ab 10 Personen zu jeder Zeit, gibt es Events der Sonderklasse - und der Burgherr mit seinen Burgleuten geben ihr Bestes - sie geben "alles!" Der Parkplatz vor der Burg scheint ausreichend zu sein.

Wir speisten zünftig und hatten den richtigen Rahmen - das richtige Abschlussessen für unseren Urlaub gefunden. Ich mache grundsätzlich keine Werbung - hier sage ich:
sehr empfehlenswert!
6/2011




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002 - Hortobagy



Ein oft gemiedenes Kleinod - die Hortobagy im Osten Ungarns.
(Fahr wieder einmal hin!)
Das Kleinod ist eine Puszta, eine Salzsteppe, zwischen dem Fluss Theiß, ungarisch Tisza, genauer dessen Mittellauf bei Tiszafüred, und der Universitäts- und Blumenstadt Debrecen, an der Grenze zu Rumänien. Besser ausgedrückt liegt die Hortbagy zwischen der Theiß und dem Hajdúságer Lössrücken.

Durch sie hindurch windet sich das Flüsschen Hortobagy, welches weit im Norden ihr Wasser über die Keleti-föcsatorna aus der Tisza bezieht, und ihr Wasser im Süden über die Körös der Tisza wieder zurückgibt. Im Zentrum wird das Flüsschen durch die längste Steinbrücke Ungarns, der Neun-Bogen-Brücke überspannt.

Das 2300 qkm große Gebiet wartet mit einer besonderen Pflanzen- und Tierwelt und einer sehr reichen Vogelwelt auf. Die Hortobagy liegt auf der Strecke des großen Nord-Süd-Vogelzuges. Hier finden die Zugvögel ideale Wasser- und Grasgebiete vor.

Neben den traditionellen Vögeln und Zugvögeln sollen hier nur einige besondere Vögel genannt werden:
Schwarzstorch - (Cinonina nigra), Kiebitz - (Vanellus vanellus), Beutelmeise, Seeadler - (Haliaeetus albicilla), Rotfuchsfalke - (Falco vespertinus), Grosstrappe - (Otis tarda), Kurzzehenlerche - (Calandrella brachydactyla hungarica), Seggenrohrsänger - (Acrocephalus paludicola), Stockente - (Anas platyrhynchos), Blässganz - Anser albifrons), Purpurreiher - (Ardea purpurea), Löffler - (Platalea leucorodia), Nachtreiher - (Nycticorax nycticorax).

Von den Landtieren möchte ich nennen:
Nonius Pferd - (Nunius Horse), Ungarisches Steppenrind - (Hungarian grey cattle) das großhörnige Graurind, Langhörniges Zackelschaf - (Hu garian "ravka" sheep), Komoder Hund, Puli Hund, Ziesel - (Citellus citellus), Wildschwein - (Sus scrofa), Fischotter - (Lutra lutra), Wollschwein und Wasserbüffel; nicht zu vergessen die Wasserschildkröten.

In der Pflanzenwelt stechen heraus:
Der dichte Riedgrund im flachen Wasser, Eiche - (Quercus robur), Tatarischer Ahorn - (Aver tataricum), Kamille - (Matricaria chamomilla), Widerstoss - (Limonium gmelini) - wir sagen Salzgras dazu, Kampferkraut - (Campharosma annua), Strandaster - (Aster tripolium ssp. Pannonicus), Beifuß - (Artemisia maritima), Seekanne - (Nymphoides peltata), Seerose - (Nymphaea alba), Wassernuss - (Trapa natans).

Unübertroffen ist der Fischreichtum. Die angebotenen Fischsuppen sollen die besten weit und breit sein.

Dazwischen findet man die Hirtenhütten aus Ried. Sie sehen aus wie ein umgedrehtes Stielglas ohne Standfuß. Die unverwechselbaren Ziehbrunnen sind weithin sichtbar. Punkte in dieser Steppe sind hier und da eine vereinzelte Tscharda. Im Zentrum seit 1699 die Hortobágyer Tscharda, weiter östlich die 1843 erbaute Kadarcer Tscharda - heute im besten Zustand aber leer stehend, da weniger Touristen kommen, und das will ich noch besonders ansprechen.
Wenn man in der Unendlichkeit dieser Steppe steht, Grillen und Frösche in einem fortwährenden Sängerstreit liegen und die vielen Störche es nicht schaffen die Geräuschkulisse zu dämpfen, erscheint ab und zu eine Fatahmorgana.
Kutschfahrten mit und ohne Vorführungen werden genügend angeboten. Eine Bootsfahrt auf der Hortobagy ist ein Genuss, ein Highlight. Ein Tipp! Der Chef vom Puszta Camping, Sandor, hilft da gern weiter; und seine Empfehlung für eine versteckte Heilquelle sollte man ernst nehmen.

Die Heiducken, die früher aus arbeitslos gewordenen Viehtreibern hervorgingen, bildeten Freischaren. Anfang des 17. Jahrhunderts wurden sie fest angesiedelt. Sie prägten lange Zeit diese Gegend. Der Heiduckenbezirk mit einer selbständigen Verwaltung wurde erst 1876 aufgelöst.
Die Herdentreiber zu Pferd, die Tschikosche, sind "unauffällig" mit oder ohne Kostüm überall bei ihrer Arbeit anzutreffen. Ein fleißiges Völkchen. Sie haben noch etwas von den Menschen der ursprünglichen Puszta an sich. Ein bisschen von ihrer ehemaligen Romantik, von ihren Besonderheiten hat die Puszta immer noch vorzuzeigen. Wenn man genau hinhören und hinsehen will kann man am Lagerfeuer immer noch merkwürdigen Geschichten lauschen. Zur Puszta gehören die Hirten, die ihre Schafherden zu Fuß oder auf Maultieren sitzend hüten, und schließlich auch die Rinderhirten, deren Obhut die starken, ungebärdigen Gabelhorntiere anvertraut waren. Eine eigene Romantik. Die Hirten formten und formen einen typischen Zweig der Volkstracht und Volkskunst. Auch die "Betyáren" der Puszta prägten diese von eigenem Zauber erfüllte Atmosphäre. Ein wenig kann man in den heutigen Vorführungen erkennen. Wie schon gesagt, man muss genau hinsehen und hinhören.

Das heutige Bild der Puszta entwickelte sich in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Vorher war dort fruchtbares Schwemmland. Die Menschen machten eine Salzsteppe daraus. Das ist aber hier nicht das Thema. 1973 wurden 690 qkm der Puszta zum ersten ungarischen Nationalpark erklärt.

Man versucht in Ansätzen diese Romantik wieder zu beleben. Ein Beispiel gab "BB", Bistey Béla Zsolt, dessen Familie in Balmazújváros lebte. In der Kis-Hortobagy versuchte er diese Pusztaromantik zum pflegen und für die Welt zu erhalten indem er dieses romantische Leben in Musik und Bildern festhalten wollte. Heute am 3. September 2005 war diese Tscharda auch geschlossen.

Nur an wenigen Tagen im Jahr kommen noch genügend Besucher. Das ist am 20. August, da wird auf der Neun-Bogen-Brücke der Brückenmarkt abgehalten. In der ersten Juliwoche werden in Mata internationale Reittage durchgeführt und auch am 20. August wird in Debrecen der farbenprächtige Blumenkarneval gefeiert. Eigentlich sind da noch die vielen schönen Heilbäder, aber trotzdem geht die Zahl der Besucher drastisch zurück, seit -
ja seit einiger Zeit. Einen wesentlichen Anteil hat die Katastrophe vor einigen Jahren, als die Theiß durch einen Dammbruch in einem rumänischen Goldbergwerk vergiftet wurde. Davon wurde sehr ausführlich berichtet. Als ein Ergebnis ist die Furcht vor der Puszta so groß geworden, dass auch heute viele Menschen dieses Kleinod in Ungarn meiden. Natürlich gibt es auch noch Fehler im Management, aber die könnten schnell durch Fachleute beseitigt werden. Das geschaffene Image der vergifteten Puszta wird noch sehr lang nachwirken. Schade für die Menschheit und die wenigen Bewohner der Puszta.
Ich empfehle: "Fahr hin!"

Dank an dieser Stelle Frau Maria Bak, die mir mit Rat und Tat half, vor allem mit ihrer guten deutschen Aussprache, ihrer Liebenswürdigkeit, sowie ihren Kenntnissen und ihrer Hilfsbereitschaft. Sie ist in der Information ("tourinform") im Ort Hortobagy anzutreffen - aber ich mach ja keine Werbung! oder doch?









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