Urlaub der Erlebnisse, der Erholung und der Gemütlichkeit nach:
(I) Südtirol, Rabland - (A) Reifnitz, Wörthersee - (SLO) - (A) Karlsdorf, Millstätter See;
im Mai anno 2011, von So. den 15. bis So. den 29.
Vorbemerkungen:
(Auto: Eppendorf-Reschenpass-Rabland; 590 Min.=70km/h, o.P. 485 Min.=86km/h: 692 km)
(Auto: 3 Ausflüge in Südtirol: 62 km)
(4 Radtouren: 27 km)
(3 Bergtouren 13 ½ Std., 3 Wanderungen 25 km, 3 Spaziergänge: 150 Min.)
(2mal Seilbahn)
(Auto: Rabland - Reifnitz; 370 Min.= 53 km/h; o.P. 270 Min. = 72 km/h: 326 km)
( 14 große u. kleine Ausflüge in Österreich: 992 km)
(4 Radtouren 51 km)
(5 Bergtouren 16 Std., 3 Wanderungen 7 km, 3 Spaziergänge: 205 Min.)
(2mal Schifffahrt)
(Auto: Millstätter See - Eppendorf: 495 Min. = 87 km/h: o.P. 380 Min. = 113 km/h): 716 km)
(Auto, gesamt: mit Räder, 180 Liter DK a. 1,32 €/ Liter, Du.-verbrauch 6,48 L/100km, 2.788 km)
Sollte jemand diese Statistik gelesen haben, dann könnte er sagen:
"Von Gemütlichkeit keine Rede!" Ich will dagegenhalten.
Statistik so gebracht, wie es vor allem Politiker machen, oder machen müssen, zielt bewusst in eine bestimmt Richtung, die uns in die Richtung des "Gewaltigen" hin beeinflussen soll.
Ich möchte versuchen die Zahlen so zu beschreiben, dass Gemütlichkeit in diesem Urlaub einwandfrei an erster Stelle steht.
15 Tage, das sind 360 Stunden. Ziehen wir 1/3 davon ab, die man allgemein zum schlafen aufbringt, verbleiben (alles in ca.) 240 aktive Stunden übrig = 100 %.
Als anstrengend setzte ich 40 Autostunden an = 16,7%.
Nehmen wir die 28 Stunden Bergtouren noch als "nicht gemütlich" dazu = 11,7%
verbleiben durchschnittlich 11 von 16 aktive Stunden pro Tag für Gemütlichkeit und andere Kleinigkeiten wie spazieren, relaxten, lesen und was der heutige Durchschnittseuropäer so als gemütlich ansehen könnte.
Ich fahre sehr gern Auto, (- pflüge die Luft mit Genuss,) und eine Bergwanderung kann bei allen Anstrengungen auch als sehr schön - fast als gemütlich betrachtet werden wenn man es so sehen will, bzw. kann - wir können es noch, Gott sei dank - und ich weiß: "Für jeden kommt der Tag" - auch für mich! Heute möchte ich in meinen Schildrungen die "Gemütlichkeit" in den Vordergrund stellen.
So. den 15.Mai.
3:10 ab Eppendorf, 4 Pausen insgesamt 35 Min. und 60 Min. Mittagessen im "Dreiländer Heidepark". Nach 692 km, 13:00 in Rabland an der Etsch. Nach einer kl. Siesta, 16 -18:00, 6 km, Radtour nach Töll mit einer kleinen Wanderung auf dem "Marlinger Waalweg"; 19 -21:00 ein Spaziergang zum Happichler zum gemütlichen Abendessen mit Mineral, Rotwein, Spargel, Lasagne, Heidelbeerbiskuit
und 2 Espresso für 32 €.
Es war ein anstrengender, langer Tag, aber erlebnisreich - wir hatten uns auch im Voraus etwas ausgeruht. Unsere Reise führte ab Garmisch-Partenkirchen westlich an der Zugspitze vorbei über den Fernpass mit seinen 1216m, hinab ins Tal des Inn, dann hinauf zum Reschenpass auf 1507m. Auf allen Höhen war es kühl, so zwischen 3-5 °C zeigte das Thermometer an. Am Reschenpass tanzten einige Schneeflocken vor der Autoscheibe, und ein starker Wind fegte über den Reschensee. Das Mittagessen im Dreiländereck "Heidepark", welches zum Ort Mals gehört, haben wir richtig genossen.
Als wir nach dem Mittag in Rabla/Rabland, 12 km westlich von Meran eintrafen empfing uns eine angenehme Wärme, die uns richtig gut tat. Die liebe Familie Vorhauser erwartete uns schon und wir genossen den Rest des Tages in guter Laune. Denn eine kleine Radtour um die Beine zu lockern, eine Erkundung des "Marlinger Waalweges", auf dem wir in den kommenden Tagen wandern möchten und ein Abendspaziergang hinauf zum Happichler, wo wir uns es gut schmecken ließen, rundeten den Tag ab. Zum Andenken nahmen wir eine Flasche des selbst ausgebauten mundigen Rotweines der Happichler mit, für eine Stunde der Erinnerungen wenn wir wieder im heimischen Erzgebirge zurück sein werden.
Mo. den 16. Mai.
Nach dem Frühstück, 9:15, in 30 Min. 21,5 km zum Pfossental, 7 Std. Bergtour 1600 - 2200m, dv. 2 Std. Jause in die Radleid-Alm auf 2004m, weiter bis Eishof und weiter bis zur Schneegrenze u. zurück, nach 21,5 km 17:15 an Rabland; Einkauf von Mineral und Honig, nach einer Siesta 18:00 ein Spaziergang in die Gutraunstuben zum Abendessen mit Rotwein, Mineral, Käseknödel, Topfernravioli für 22,60 €.
Hinter Naturns bogen wir ins Schnalstal ab. In der Nähe von Karthaus ging es rechts die steile, enge Bergstrasse hinauf zum Parkplatz am Vorderkaser.
Eine Bergtour zum "einlaufen" so sagen wir uns immer. Wir haben uns viel Zeit genommen und was das Pfossental alles zu bieten hat sollte jeder für sich selbst erfahren. Gut begehbar ist der Weg, schöne Eindrücke, und unser Favorit ist die Radleid-Alm. Das junge Paar gibt sich viel Mühe und das spürt man in jeder Phase ihres Tuns. Essen auf Wunsch, eine Räucherkammer zum hineinlegen, und der Chef zimmert aus Lerchenholz erstklassische moderne Zimmereinrichtungen die zum verweilen einladen - wir werden es uns noch überlegen, wenn wir Gleichgesinnte Mitstreiter finden.
Bis zur Schneegrenze, weit hinter dem Eishof, stiegen wir auf. Im letzten Jahr, auf den Tag genau, überraschte uns das Tal mit einer Pracht an Krokussen und die Schneegrenze lag direkt am Eishof. Dieses Jahr begrüßten uns nur noch die Nachfolger der Krokussen, vor allem der Enzian in groß und klein und den in reicher Fülle.
Zu Haus genehmigten wir uns eine ausgiebige Siesta, dazu lud die große Liegewiese ein. Am Abend spazierten wir hinunter an die Etsch und speisten gut und sehr reichlich in den Gutraunstuben. Ein Tag den wir uns so gewünscht hatten erfüllte alle Erwartungen.
Di. den 17. Mai,
Frühstück, ab 9:00, 6 km Radtour nach Töll; 9:30-14:00 16 km Wanderung auf dem Waalweg bis Marling u. zurück mit Picknick und Most für 1 €, 15 Uhr eine Siesat, 17:30, 8 km eine Radtour nach Plaus zum Abendessen mit Spagetti, 19:00 ein Abstecher in die Kirche in Plaus zum "Totentanz"; 20:00 in Rabland.
Heute haben wir unsere Räder in Töll hinter dem "Kiosk für Früchte" abgestellt und steigen ein in den Marlinger Waalweg. Er ist mehr als eine Wanderung mit grandiosem Blick auf das Meraner Becken, er ist ein Geheimtipp, geeignet für Familienausflüge und dadurch auf Teilstücken zu den Wochenenden überlaufen. Er zählt zu den beeindruckendsten Kunstgräben seiner Art. Felsen werden passiert, das Wasser des Bewässerungskanals im Kunstgraben begleitet uns ständig, wird über Brücken und durch Tunnels geleitet. Der Waalweg verläuft durch die von Weinbergen geprägte Landschaft bei Tscherms. Die ersten 200m ist der Waal-Kunstgraben trocken, danach begleitet das Wasser ständig den gut begehbaren Weg. Es gibt Einkehrmöglichkeiten und auf dem Rückweg stand eine "Tankstelle" für Most und Saft, dafür wurde 1 € erbeten. Auf unserer Liegewiese machen wir es uns am Nachmittag recht gemütlich. Zum Abendessen geht es mit den Rädern nach Plaus. Direkt am Weg empfehle ich ein Rasthaus, bekannt für ausgezeichnete Pasta, die wir uns gut schmecken ließen.
Mi. den 18. Mai.
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Auto 9:00 Uhr; 8,1 km nach Naturns; 9:15, 545m, mit der Seilbahn auf den Naturrn-Sonnenberg nach Unterstell in 1282m, 9:30 - 14:00 unternehmen wir eine schöne Bergtour: Rundweg 10a/10 Lint auf 1464m, auf Meraner Höhenweg 24 bis Innerforsch 1470m, auf 24b zurück; Kaffee im Untersteller Hof, 14:25, 6,2 km zurück nach Rabland, 15:00 Siesta auf der Liegewiese, Abendessen auf dem Balkon. 18:30 - 20:00, noch eine 7 km lange Radtour in Richtung Naturns.
Die Bergtour auf dem Sonnenberg über Naturns ist zu Beginn etwas anstrengend. Ab der JH Lint geht es sehr bequem weiter. Die Ausblicke nach Osten Süden und Westen sind überwältigend und die Wiesenblumen sprechen eine eigene anhimmelnde Sprache.
Dieser Weg sei auch für Kinderwagen geeignet.
Das kann ich mir nicht vorstellen, aber wenn ich die Jugendlichen so ansehe, wie sie sich mit ihren schweren Rädern auf den Gebirgspfaden sichtbar von uns "unterscheiden" und ihre Mobilität gern überdeutlich zur Schau stellen, denen traue ich das zu.
Dazu fast passend: Ich sah eine Jugendliche im knapp sitzenden Sportzeug, bunten Haaren, viel sichtbaren Piercingschmuck, die mit Inlineskater an den Füßen, einen Kinderwagen vor sich herschiebend, viel Technik am Körper um damit Musik ins Ohr zu bekommen, eine brennende Zigarette im Mund und die Sonnenbrille gen Himmel gerichtet durch den Kurpark "düsen"!
Im Untersteller Hof schmeckte uns Erdbeerrolle, Sahne und Kaffee sehr gut. Nach unserer Siesta ließen wir uns das Abendessen auf einem unserer zwei Balkone gut schmecken. Der Abend war so schön und geeignet um noch eine Radtour in Richtung Narurns zu unternehmen. Die Fahrt durch die Apfelplantagen, zu Beginn der Tour der untergehenden Sonne hinterher, war ganz nach unserem Geschmack.
Do. den 19. Mai.
Frühstück, 8:20 1,1 km zum P, 8:30 Seilbahn auf den Giggelberg, 1535m, 9-13:00 Uhr Bergtour zur "Ziegenalm" auf 1650m, Mittag bei Heidi im Giggelbergerhof, Mineral, Erdbeerbuttermilch, Kaffee, Speckknödel, Sahnerolle, für 13,40€; 14-14:30 Uhr, 1,1 km zurück mit Speckeinkauf im Stockerhof, bis 18:00 Siesta auf der Liegewiese, 18:30 Spaziergang zur Laterne zum Pizzaessen: Hawai, Mozzarella m. Tomate, Mineral, Burgunder für 22,50€, 20:00 zurück.
Hinter dem Haus ist gleich der neue Lift, aber es geht doch ganz schön bergauf und so fuhren wir das kleine Stück bequem mit dem Auto. Der Lift brachte uns schnell auf den Giggelberg. In 1553 m hat man wieder den einzigartigen, atemberaubenden Blick über das Tal hinweg auf die Berge bis hin zum Ortler und im Osten kann man die 3 Zinnen erkennen. Wir steigen den Weg Nr. 2 steil bergan in Richtung Ohrnknott. An der Waldgrenze machen wir eine ausgedehnte Rast auf der Ziegenalm. Die nennen wir so, da Ziegenherden ohne Begleitung ihren Weg zum melken in den Stall finden. Wir relaxen ausgiebig und genießen unser reichliches Picknick.
Bei Heidi im Giggelberghof lassen wir es uns gut schmecken. An diesem neuen Hof gibt es nichts auszusetzen. Leider gibt es noch keine Abstimmung zwischen dem Hof, der Seilbahn, dem Parkplatzbetreiber und der Gemeinde - und damit sind in erster Linie die Touristen und die Gäste die Leidtragenden. Ein gesundes Miteinander bringt hier mehr als der jetzige verhärtete Zustand - leider! Bei diesem Nebeneinander kommen auch die Bahn und Ihre Anteilseigner, die einfachen Bürger die mit vielen kleinen Beträgen den Bau unterstützten, nicht in die " schwarzen Zahlen". Auf der Rückfahrt machten wir am Stockerhof halt; auch so ein Geheimtipp. Den guten geräucherten, luftgetrockneten und immer sehr gut gewürzten Spezialitäten konnten auch wir nicht widerstehen. Am Abend ein Spaziergang an der Etsch in die "Laterne" zum Pizzaessen.
Nach 20:00 Uhr gebe ich noch die Räder aufs Auto und ordne etwas unser Gepäck, denn morgen heißt es: " Abschied nehmen".
Fr.- den 20. Mai.
Frühstück, 8:15 ab Rabland, 10:15 bis 11:30 5 km Rundwanderung um den Toblacher See (Nähe 3-Zinnen); 12:05 30 Min. Picknick, 14:25 nach 326 km an A-Reifnitz am Wörthersee, 16-18 Uhr 3 km kl. Radtour zur Fally auf ein Eis; 18:15 Abendessen auf dem Balkon über dem. See, 19-20 Uhr Abendspaziergang "mit dem Fuchs".
Unser letztes Frühstück bei Freunden - ein herzlicher Abschied - und wir reisen weiter in Richtung Osten an den Wörthersee nach Österreich.
In der Nähe der 3 Zinnen machen wir einen Abstecher am Toblacher See. Die Rundwanderung um den See ist Erlebnis und Erholung zugleich. Die bizarren Berggipfel die sich im klaren See spiegeln sind Balsam für Auge und Gemüt. Der Rundweg ist sehr bequem und offenbart viele nützliche Details. In der Nähe von Lienz genehmigen wir uns ein ausgiebiges Picknick. Gegen 14:30 Uhr fahren wir in Reifnitz am Wörthersee ein. Die Pension "Safronhof" ist zu finden; und bei freundlicher Aufnahme wohnen wir ab heute in unseren 2 Zimmern, Flur und ein großzügiges Bad, dazu ein schöner großer Balkon mit Blick auf den Wörthersee über die Bucht von Reifnitz hinweg - was will man mehr. Der gute erste Eindruck wird in der Folgezeit nicht getrübt. Mit dem Rad machen wir eine Erkundungstour auf ein Eis zur "Fally" einer gepflegten Bäcker- und Konditorei. Leider wird in Österreich immer noch viel geraucht! Bei diesem Ausflug stellten wir fest, dass es ganz schön steil bergauf zum "Safronhof" geht. Im BILLA hatten wir uns noch mit Mineral versehen und das wollte auch noch gefahren, besser geschoben werden.
Nach dem Abendessen auf dem Balkon machten wir noch einen Waldspaziergang in Richtung Keutschach und ein Fuchs ließ sich ab und zu hören.
Sa. den 21. Mai.
Frühstück auf der Terrasse, 08:30 - 14:00, 30 km Radtour nach Klagenfurt u. zurück, auf einen Möhrensaft u. Teekauf, 11:30 auf einen Kaffee am Radparkplatz, bis 17 Uhr Siesta auf der großen Liegewiese am Safronhof, 1 km mit dem Auto zum Abendessen im Seehotel Sille.
Auf der großen Terrasse mit dem bezaubernden Blick auf den Wörthersee beginnen wir diesen Tag mit dem Frühstück welches nach wenigen Worten nach meinen Wünschen zusammengestellt wurde. Gut gestärkt beginnen wir unsere geplante Radtour nach Klagenfurt auf den großen Markt am Sonnabend. Unsere Räder finden den Weg fast von allein und da uns alles so vertraut ist, ist es die reine Erholung. Ehe wir uns versehen, stehen wir auf dem Markt im Menschengewühle. Nur Einheimische sehe ich und was ich noch sehe ist gut. Pflanzen, Fische, Fleisch, Wurst, Backwaren, Süßigkeiten, Teigwaren und, und, …, unser frisch gepresster Möhrensaft. Als ich mich gegenüber an einen kleinen Tisch lehne und auf meine Frau mit dem Möhrensaft warte um danach noch einen Kreiner mit Krem an diesem Stand zu kaufen werde ich etwas unsanft, fast in einem Ton den ich nur aus Ländern viel weiter im Osten schon einmal gehört hatte, darauf hingewiesen, das dieser Tisch nicht zum Möhrenstand gehöre - eigentlich habe ich so etwas noch nicht in Österreich erlebt. Der Kreiner mit dem Möhrensaft haben mir trotzdem geschmeckt - komme ich doch jedes Jahr einmal an diese Stelle. In der Apotheke am Markt bekomme ich auch noch eine spezielle Teesorte, welche man in Deutschland immer mit erheblichen Wartezeiten bestellen muss. Am Radparkplatz liegt ein gut geführtes Kaffee und dort schmeckte uns der Kaffee besonders gut.
Nach einem längeren Aufenthalt in den Parkanlagen an der Seepromenade fahren wir an die Landspitze ins berühmte Schlosslokal "Maria Loretto", und bestellen für den morgigen Sonntag Abend zwei schöne Terrassenplätze mit diesem einmaligen Blick über fast die ganze Länge des Wörthersees.
Am späten Nachmittag machen wir es uns auf unserer Liegewiese bequem und fahren am Abend runter zum Seehotel Sille zum Abendessen.
So. den 22. Mai.
Frühstück, 8:20, 43 km in 45 Min. nach St. Kanzian "P" Bachweg, 9:05 - 12:00 8 km Rundfahrt um den Klopeiner See, 11:00 Picknick, 12:10 mit dem Auto 5 km "P" Seidendorf, 12:30 gemütlich Kaffee auf dem Schiff, 14-15:400 Schiffrundfahrt auf der Drau, 15:50 - 16:50 , 63 km Rückfahrt, 18:00 mit dem Auto nach Klagenfurt, bis 20:00 ein Abend im "Maria Loretto", Rückfahrt n. Reifnitz.
Der heutige Sonntag sollte ein ganz besonderer Tag werden - und er wurde es. Gegen ½ 9 Uhr fuhren wir an den Klopeiner See. Dort unternahmen wir eine Radtour rund um den See. Anschließend unternahmen wir noch einen langen Spaziergang auf der Promenade, welche man nicht befahren darf. Ein schönes Picknick machten wir am See und nachdem die Räder wieder auf dem Auto gelandet waren, ging es ein kleines Stück zurück an die Drau nach Seidendorf. Das Schiff im Hafen ist, wenn es nicht fährt, auch öffentliches Lokal und wir genießen lange und gut diesen einmaligen Kaffee und das gute Gebäck auf dem Wasser. Pünktlich 14 Uhr stachen wir zu einer Rundfahrt auf der angestauten Drau, machten in Völkermarkt einen kurzen Stopp und haben uns zuerst auf Deck und dann zum Essen unter Deck sehr wohl gefühlt. An späten Nachmittag waren wir wieder zu Hause und bereiteten uns auf das "Galaabendessen vor. Ein Abend im "Maria Loretto" ist und bleibt ein ganz besonders schönes Erlebnis. Und nicht nur die ausgewählten Speisen und Desserts begeisterten uns…
Ein Abend auf unseren Balkon rundete diesen schönen Tag ab.
Mo. den 23. Mai
Frühstück auf der Terrasse, 60 km, 8:10 - 9:15 P Eisenkappler Hütte, 1500m, bis 14:30 Bergtour auf den Hochobier, 2142m, 29 km 15:15 am P Wildenfelser Wasserfall, Wanderung zum Wasserfall bis 16:10, nach 44 km 17:00 an Safronhof, Siesta auf der Wiese, 18:00 Abendessen auf dem Balkon, 13 km, nach Velden, 19:30 - 21:10 Abendbummel in Velden.
Heute hatten wir uns ein Ziel gestellt im Bewusstsein, dass wir es rein kräftemäßig unter Umständen nicht mehr erreichen können. Wir erreichten es, wenn, zugegeben, auch unsere "Schmerzgrenze" fast erreicht wurde. Der Hochobir mit seinen 2142 m war unser Ziel - und auf diesen Berg führt keine Bahn. Es geht alles nur mit unserer Muskelkraft. Ich habe einige Seiten mit Blumenbildern zusammengestellt aus allen Alpengegenden die wir aufsuchten, von der Bergtour auf den Hochobir sind einige Bilder dabei. Diesen Aufstieg machten wir zum dritten Mal und es war schön wie beim ersten Mal.
Ich hatte eine Rundfahrt geplant. Die Höhlen am Obir haben wir weggelassen, da wir diese kennen. Aber am Wildenfelser Wasserfall, an der Nordseite des Hochobir, wollten wir auf alle Fälle noch einmal vorbeisehen. Dort war sehr viel erneuert worden gegenüber unseren Eindrücken von vor 20 Jahren - den steilen Aufstieg zum Wasserfall hatte ich aber nicht mehr so anstrengend in Erinnerung. Gegen 17:00 Uhr labten wir uns verdient auf unserer Liegewiese und aßen zu Abend auf dem Balkon. Wir hatten uns überraschend schnell und gut erholt. So stand einer Fahrt nach Velden nichts im Wege. Dort machten wir einen ausgedehnten abendlichen Spaziergang, und den haben wir genossen. Ein Abstecher zum Casino und etwas träumen, hinein in die hereinbrechende Dunkelheit darf es schon sein. Je dunkler es wird, umso kräftiger schiebt sich die Promenadenbeleuchtung in den Vordergrund. Dies alles, und noch vieles Andere nahmen wir in uns auf. Ein Spaziergang zum verlieben. Dieser Tag war anstrengend, aber auch ganz besonders schön für uns.
Di. den 24.Mai.
Frühstück auf der Terrasse, 9:30 - 10:45, 77 km, Fahrt nach Slowenien zum Vrsic-pass auf 1611m, 2 Std. Bergwanderung auf den "Monte St. Maria", 1700m, 12:45 - 13:55 77 km, zurück, Siesta auf der Wiese, 12 km zum Höhenwirt unter dem Pyramidenkogel, 18-20:00 Abendessen beim Höhenwirt.
Nach Italien oder Slowenien? Wir entschieden uns spontan für Slowenien an den Fuß des Triglav. In zügiger Fahrt ging es über den Wurzenpass mit seine 1073m, dann hinab nach Kranjska Gora zu den Flugschanzen und dann hinauf auf den Vrsic - Pass mit seinen 1611 m. Hinter uns im Westen der Mojstroka, 2369 m, den wir einst bestiegen hatten, vor uns im Osten der Triglav, 2864 m hoch, den wir noch nicht gemacht haben. Den Einstieg an der Pericinek - Basis haben wir uns aber schon angesehen.
Heute wandern wir nach Osten an zwei Hütten vorüber auf einen kleinen Berg, fast nur ein Hügel mit einem Messpunkt auf 1800 m. Wir gaben ihm den Namen: "Monte Santa Maria". Er ist umgeben von diesen herrlichen Gipfeln und wir sind im Bewusstsein das in 70 km Luftlinie nach Süden die Adria an diese Bergkette stößt, dass im Isonzotal Anton Günther kämpfte, all das ging mir durch den Kopf bei unserem sehr üppigen 2. Frühstück. Es fehlt an nichts und wir nahmen uns sehr viel Zeit. Wieder auf dem Safronhof gingen diese Eindrücke immer noch nicht aus dem Kopf. Das änderte sich erst, als wir am Abend auf der Terrasse bei Höhenwirt in der Nähe des Pyramidenkogels saßen und hinüber auf diese wunderschönen Karawanken blickten. Das Essen war wie immer gut, wenn mir auch die unübertreffliche Rheinanke fehlte. Nach Sonnenuntergang begaben wir uns wieder auf den Heimweg.
Mi. den 25. Mai.
Frühstück auf unserer Terrasse, 8:15, 34 km, Fahrt zum Loibel ins Bodental, 09:00 Spaziergang zum Meeresauge, 09:45 4 ½ Std. Bergtour über die Märchenwiese 1157m, auf die Orgis-Alm in 1700m, 14:15 - 15:00 eine Jause beim Bodenbauer, nach 34 km, 17:15 an Safronhof, 16 - 19:00 Kaffee und Eis auf der Terrasse im Seehotel Sille, 20:00 Abendessen auf unserem Balkon.
Heute geht es in flotter Fahrt in Richtung Loibelpass. Am kleinen Loibel, hinter der Tschepperschlucht, bogen wir rechts ins Bodental ab. Am Meeresauge, 1010m, waren wir immer vorbeigefahren, heute nicht. Ein Holzsteig erleichtert den Zugang zum Meeresauge. Eine mit blauem Wasser gefüllte Bodenvertiefung wird ausschließlich durch den Grundwasserstrom gespeist. Die starke Blaufärbung entsteht durch Algen. Die Sage berichtet: "Das Auge soll schon einmal einen Ochsenwagen verschlungen haben, der im Veldesen See wieder zum Vorschein kam".
Ein wirklich erholsames Plätzchen, bestens hergerichtet und gemütlich zu begehen. Vom Bodenbauer aus starteten wir eine Bergtour über die Märchenwiese auf die Orgis-Alm. Sie liegt höher als die berüchtigten "Stinsen", welche wir öfter durchstiegen sind. Wir benutzten die neue Bergstraße, die Höhe muss aber trotzdem überwunden werden. Die Alm liegt einsam und unberührt und soll neu erschlossen werden. Auf dem Rückweg kehrten wir zur traditionellen Jause beim Boddenbauer ein. Wir durften auch wieder der alten Bodenbäuerin die Hand drücken. Besonders das "Verhackte" schmeckt uns beim Bodenbauer immer am besten.
Am späten Nachmittag nehmen wir bei einem Kaffee und ein Eis auf der Terrasse des Seehotels Sille Abschied vom Wörthersee - nicht ganz, am Abend sitzen wir zum Essen auf unserem Balkon und sehen über diesen herrlichen See hinweg, nur die umfangreichen Vorbereitungen zum 30. GTI-Treffen stören uns etwas.
Do. den 26. Mai.
Frühstück auf der Terrasse, 8:15 ab Reifnitz, 80 km, 9:15 an Goldeckbahn, weitere 28 km, 10:15 an P Goldeck auf 1883m, 10:15 - 12:10 Bergtour aufs Goldeck 2142m, 36 km, 13:50 an Pension Karlsdorfer Hof, kl. Siesta, 16:15 - 18:10, 20 km, Rundfahrt Seeboden - Millstätt, 19-20:00 Abendessen auf dem Balkon.
Heute nehmen wir nun endgültig Abschied, bestimmt nicht für immer. Wir fahren aber nur ein kleines Stück nach Norden an den Millstätter See, und hatten uns vorgenommen, nur so zur Wiederholung mit der Seilbahn aufs Goldeck zu fahren. Leider, die Bahn geht nur am Himmelfahrtstag, und danach erst ab den 5. Juni - und da beklagt sich die österreichische Touristenbranche, dass die Einnahmen zurückgehen. Egal, wir müssen umdenken und nehmen die 14,5 km lange Mautstrasse, - ist auch viel schöner und nebenbei billiger.
Auf dem Parkplatz auf 1895 m starten wir unsere Bergtour aufs Goldeck in 2142 m Höhe, der schönste Aussichtspunkt im Kärntner Oberland. Welch ein Wunder für uns, zu unserer Überraschung sind zu dieser Jahreszeit bereits die ersten "Alpenrosen" aufgeblüht. Die Hütten sind alle geschlossen, und das bei diesem herrlichen Wetter. Wir freuen uns aber auf unser Picknick - wir sagen uns: "Das schmeckt besser und ist nicht so teuer". Weiter ging die Wanderung durch ein wunderbares Blumenmeer. Diese Tour war wirklich Erholung pur, und mit allen Sinnen konnten wir in vollen Zügen genießen; all das, was uns so reichlich dargeboten wurde! Nicht zu vergessen diese herrlichen Ausblicke auf den Millstätter See, die Nockberge, die Hohe Tauern, die Gailtaler Alm, die Karawanken und das Drautal bis nach Villach.
Nach dem Mittag treffen wir am Nordufer des Millstätter Sees in Karlsdorf, ein Ortsteil von Seeboden ein. In der gut geführten Pension Karlsdorfer Hof werden wir von der Familie Tribeling erwartet. Die Pension liegt ca. 4 km vom See entfernt, in sehr ruhiger Lage und bietet guten Komfort. Die Spielwiese und ein Park umfassen 5000 m². Es sind genügend Liegestühle und Hobbygeräte vorhanden, und auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt - und das nicht nur zu den berühmten Grillabenden. Wir blicken vom Balkon direkt aufs Goldeck und genehmigen uns eine ausgedehnte Siesta. Am Abend machen wir noch eine kleine Rundfahrt an den See und vertreten uns an dessen Ufer die Beine.
Fr. den 27. Mai.
Frühstück auf der Pensionsterrasse, 8:15, 135 km, Raggaschlucht, 30 Min. P, 11:15 Golfplatz Bad Kleinkirchheim, 1 ½ Std. Wanderung, 12:50 30 Min. Kaffee und Kuchen, 13:40 P am Stift Millstätt - Museum, 15:00 Siesta, 17:30 - 20:00 Uhr 16 km, Fahrt zur Burg Sommeregg, Festessen auf der Burg.
Vor vielen Jahren hat uns Rudi, ein alter Freund, die Raggaschlucht empfohlen. Heute wollen wir diese besuchen. Als wir ankommen regnet es. Nach Rücksprache mit dem Verantwortlichen wollen wir es nächsten Tag noch einmal versuchen. Da kommt mir eine Idee. Im Osten sollte sich doch ein Föhnloch auftun - und wirklich hinter Bad Kleinkirchheim am 18 - Loch Golfplatz scheint die Sonne, und es ist angenehm warm. Also auf zu einer Bergwanderung. Einige Rehe lassen sich gern fotografieren und anschließend genehmigen wir uns in Bad-Kleinkirchheim einen Kaffee. Wir fahren zurück und machen Stopp in Millstatt - und da verdichten sich wieder die Wolken. Wir besichtigen das Stift und müssen mit unserer Gäste-Card keinen Eintritt bezahlen. Für den Abend wird ein Konzert angezeigt, aber wir haben uns vorgenommen einer Burg unsere Reverenz zu erweisen. Vor sehr vielen Jahren waren wir schon einmal dort und bereits damals waren wir begeistert.
Zu Haus kleiden wir uns für den Burgbesuch an und nach kurzer Fahrt beginnt dieses schöne und interessante Abendteuer
"Burg Sommeregg".
Die Chronik beginnt 1080 und heute ist die Familie Riegler Burgherr. Die Burg liegt 3,2 km nördlich von Seeboden an der Schloßau 7, www.sommeregg.at; burg@sommeregg.at; Tel.:004394762-81391.
Ritterspiele und Mittelaltermarkt (Eintritt frei) im August, das Burgrestaurant bietet für jeden Anlass den richtigen Rahmen, und Ritteressen in jeder Schattierung - hier taucht man ein ins Mittelalter. Ein Ambiente der ganz besonderen Art. Nebenbei kann man einen Einblick in die Geschichte der Folter machen in zumutbaren Darstellungen und trotzdem in Lebensgröße.
Von April bis Oktober, und ab 10 Personen zu jeder Zeit, gibt es Events der Sonderklasse - und der Burgherr mit seinen Burgleuten geben ihr Bestes - sie geben "alles!" Der Parkplatz vor der Burg scheint ausreichend zu sein.
Wir speisten zünftig und hatten den richtigen Rahmen - das richtige Abschlussessen für unseren Urlaub gefunden. Ich mache grundsätzlich keine Werbung - hier sage ich:
sehr empfehlenswert!
Sa. den 28. Mai.
Frühstück auf der Pensionsterrasse, 8:45 - 15:00, 142 km, 9:25, 2 ½ Std. 10 km Radtour um den Weissensee mit Schifffahrt, 12:45 Raggaschlucht, 2 ¼ Std. "Berg-Tour" in der Schlucht, auf 800m, 200m Höhe überwinden, viel Wasser in der Schlucht, 18.00, 2,2 km zum Gasthof & Pension Perauer auf 720m, bis 19:30 noch ein Abschlussabendessen.
Heute scheint die Sonne und das ist das Signal: "Auf zur Raggaschlucht!". Vorher machen wir einen Abstecher zum Naturpark Weissensee. Er ist der viertgrößte See in Kärnten auf 960 m Seehöhe. Wir machten mit den Rädern eine Rundfahrt und setzten am Hotel Ronacherfels (einsamer geht es nicht mehr) mit dem Schiff über. Eine Besonderheit! 2/3 des Sees sind "Naturbelassen".
Zum Mittag werden die Räder verstaut und nun geht es endlich in die Raggaschlucht nach Flattach im Mölltal. Es ist eine Schlucht der Superlative. Auf 800 m Länge müssen 200 Höhenmeter überwunden werden. Da es am Vortag geregnet hatte war sehr reichlich Wasser in der Schlucht und keine Besucher drängelten sich in der Schlucht. Die Schlucht war unser! Der Steg ist auf beiden Seiten gesichert. Auf Grund des Getöses ist meist eine Unterhaltung unmöglich. Gicht - tosendes Wildwasser - Sonnenbögen - Schwindelerregende Konstruktionen des Steiges, dass alles wirkt wie der Eingang zur Hölle oder der Ausgang ins Paradies. Wenn man oben von zwei Bänken zur Ruhen eingeladen wird und auf schneebedeckte Berggipfel schaut, nachdem in der Schlucht oft nur eine handbreit Licht über dem Kopf zu sehen war, fühlt man sich wahrlich erleichtert. 800 m, eine kurze Strecke, aber man sollte sich wie auf eine Bergtour vorbereiten. Der Rückweg führt durch den Wald. Die letzten 100 m, sind extrem steil. In der Schlucht sind Wanderstöcke ungeeignet, da man sich mit beiden Händen hochziehen kann - muss!
Am Abend fahren wir ein kleines Stück hinauf auf 800 m in den Gasthof und die Pension Perauer. Unser wirklich letztes Abschiedsessen mit herrlichen Blicken bis zum Dobratsch im Süden in dessen Staubereich aus Westen sich eine dicke Wolkenwand vor den blauen Himmel der untergehenden Sonne schiebt. Eine schöne, erlebnisreiche Zeit geht zu Ende - nicht ganz, es folgt noch die Rückreise!
Sa. den 29. Mai.
Frühstück, 7:45 ab Karlshof, Millstätter See - Eppendorf: 495 Min. = 87 km/h: o.P. 380 Min., = 113 km/h (35 Min. im Krankenhaus Rabenstein): nach 716 km 16:00 an Eppendorf/Garage.
Wir nehmen unser letztes Frühstück im Karlsdorfer Hof ein. In der Zwischenzeit sind die nächsten Sommergäste eingetroffen. Nach einer herzlichen Verabschiedung und gut gestärkt geht es in zügiger Fahrt, ohne jegliche Probleme wie Stau oder andere Hemmnisse, zurück in unser schönes Erzgebirge.
6/2011, R. Ludwig